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Horological Machine No3. foto: luxist/swisstime
Uhr für Außerirdische?
Achtung! Die „Horological Machine No3“ (HM3) fällt derart aus dem üblichen Rahmen für Zeitmesser, dass eine sensorische Überlastung beim Betrachter nicht ausgeschlossen werden kann!
Individualisten möchten die Wahl haben, und so gibt es die HM3 in zwei Versionen: ‘Sidewinder’, mit den Kegeln quer zum Arm, und ‘Starcruiser’, mit den Kegeln in der Achse des Armes. Die beiden Kegel zeigen Stunde bzw. Minuten an, der Stundenkegel trägt an seiner Spitze eine Tag-/Nachtanzeige. Ein übergroßes Datumsrad erlaubt die Anzeige des Datums über große, gut lesbare Ziffern, als Zeichen dient ein unübersehbar eingraviertes Dreieck auf dem Rand…
Dreht man die Uhr, wird das technische Geheimnis hinter dem gewendeten Werk der HM3 sichtbar: zwei große Hightech-Kugellager aus keramischem Werkstoff, die für eine effiziente Kraftübertragung zu den Kegeln und zum Datumsring sorgen. Die Uhr ist eine hoch komplexe Maschine aus über 300 fein dekorierten Einzelteilen. Das Werk der HM3 wurde gewissermaßen auf den Kopf gestellt, um einen ungestörten Panoramablick auf die eleganten Bögen des Aufzugsrotors aus massivem Gold und dem schnell schwingenden Unruhreif zu ermöglichen.
Anzeigen: Die dreidimensionalen Anzeigekegel erlauben ein Ablesen der Zeit auf einen Blick, auch am Steuer oder am Computer, doch da etwas Ähnliches in der Uhrmacherei bisher nie versucht wurde, waren zuerst einmal einige Herausforderungen zu meistern. Die oberen Abdeckungen der Kegel wurden nicht geklebt, sondern gelötet, was höchste Wasserdichtheit garantiert. Die roten „Zeiger“ der Stunden- und Minutenanzeige mussten mit dem Laser geschnitten werden, um trotz der vom Design vorgegebenen geringen Masse diese unglaubliche Präzision zu erzielen Der übergroße Datumsring überragt den eigentlichen Werkdurchmesser, sodass gut lesbare, deutlich voneinander abgesetzte Ziffern von 2,5 mm Höhe darauf Platz fanden. Ein sauber eingraviertes Dreieck auf dem Rand dient zur Anzeige des Datums.
Der „Mystery Rotor“: der prominente Aufzugsrotor aus massivem 22-karätigem Gold mit seiner inzwischen markentypischen Form einer Streitaxt dürfte die Wiedererkennbarkeit dieses Stücks garantieren. Der Rotor ist ein echtes Mysterium, scheint er doch den Gesetzen der Physik zu trotzen, da er symmetrisch ist, statt eine der üblichen exzentrischen Schwingmassen zu besitzen. Erreicht wurde dieser Effekt durch die Bearbeitung der Unterseite einer der Rotorarme, der nur noch hauchdünn ist und so eine geringere Masse aufweist als der andere.
+++ Pressemitteilung zur Uhr Horological Machine No3
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Technische Innovationen: Keramische Kugellager: Zeitanzeigen erfolgen üblicherweise auf der Ober-, der Zifferblattseite des Werks. Das Werk der HM3 wurde gewendet, um den Aufzug sichtbar zu machen, daher war eine effiziente Lösung für die Kraftübertragung von der Unterseite zu den Anzeigekegeln und dem Datumsring auf der Oberseite nötig. Ein übliches System mit in Steinlagern drehenden Trieben hätten ein komplexes, reibungsintensives Räderwerk nötig gemacht, außerdem hätten Triebe auf Unter- und Oberseite eine Befestigung gebraucht – das hätte die Bauhöhe des Werks und somit der Uhr erhöht. Statt solcher steingelagerter Triebe hat die HM3 zwei großzügige (Durchmesser 15 mm) Hightech-Kugellager aus Keramik. Damit werden die Zahl der nötigen Räder und die Reibungskräfte reduziert, und zwar sowohl durch den großen Durchmesser als auch dadurch, dass die Lager nur auf der Unterseite befestigt werden müssen, da sie durch höchste Präzision in Design und Fertigung über eine besondere Festigkeit verfügen. Alles zusammen ermöglicht die Konstruktion eines Werks von geringerer Höhe.
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Horological Machine No3. foto: luxist/swisstime
Großdatum: Der übergroße Datumsring überragt sogar den Durchmesser des eigentlichen Werks. Das Design lässt große (2,5 mm hohe), gut ablesbare Ziffern zu, doch der große Abstand zwischen den Ziffern erhöht zwar die Ablesbarkeit, macht aber besondere, höchst anspruchsvolle Lösungen für die genaue Anzeige des Datums nötig. Technische Zwänge, die aus der Nutzung der Krone zur Datumseinstellung erwachsen, verlangten nach einem Drückersystem; doch ein solcher Drücker hat einen „Weg“, also einen Bewegungsspielraum, von nur rund 1 mm, viel zu wenig, um die 4 mm zu schaffen, die der Datumsring von einem Tag zum nächsten weiter geschaltet werden muss. Daher wurde ein geniales Verstärkungssystem entwickelt, das über effiziente Getriebe die Wirkung des Drückerweges vervierfacht.
Saphirkegel: Nie zuvor sind dreidimensionale Kegel zur Zeitanzeige verwendet worden – kein Wunder, galt ihre Herstellung doch als unmöglich. Doch ein Zulieferer nahm die Herausforderung von MB&F an … und es gelang. Die Schwierigkeit bestand nicht so sehr in der eigentlichen Fertigung der Kegel, vielmehr in der Politur der Kegelinnenseiten. Die sind anfangs weißlich und müssen so lange poliert werden, bis sie transparent werden. Die oberen Abdeckungen der Zylinder werden durch Hartlötung (bei hoher Temperatur) auf den goldenen Rändern befestigt. Eine ästhetisch reizvolle Technik, die solide, wasserdichte Verbindungen garantiert.
Schraubenköpfe: Perfektion liegt im Detail, Form folgt der Funktion. Diese beiden Aussagen erklären, warum MB&F sogar die Schlitze der Gehäuseschrauben neu entwarf und zu der ungewöhnlichen Kleeblattform fand. Scharfkantige Schraubenkopfschlitze verlangen nach scharfkantigen Schraubendrehern, auf polierten Goldschrauben sind da Kratzer programmiert. Die gerundeten Kleeblattformen in den Schraubenköpfen der HM3 sind nicht nur schön anzusehen, sie reduzieren auch die Gefahr von Beschädigungen an den Schrauben. „Horological Machines“ sind mikromechanische Kunstwerke, die von jedem Einzelteil perfekte Erscheinung und tadellose Funktion verlangen.
Gehäuse und Oberflächen: Schon das Design ist absolut einzigartig. Doch die Doppelanzeige, das modelltypische Zusammenspiel von matten und polierten Oberflächen, der emblematische „Mystery-Rotor“ und das Gehäuse mit den geneigten Seiten garantieren endgültig, dass die HM3 eine unverkennbare, 100%ige „Horological Machine“ ist.
Werk: Dreidimensionale Uhrwerksmaschine von Jean-Marc Wiederrecht/Agenhor; Unruh und Räderwerk Girard-Perregaux
Unruh-Schwingfrequenz 28.800 Halbschw./h
Aufzugsrotor in Form einer Streitaxt, Roségold 22 K, ‚Mystery’-Form
Übertragung der Stunden- und Minuteninformationen über keramische Kugellager auf lasergeschnittene Zeiger.
Lagersteine: 36 (sämtlich funktional)
Einzelteile: 304
Funktionen: Stunde und Tag-/Nachtanzeige auf einem Kegel
Minutenanzeige auf zweitem Kegel
Datumsanzeige um das Werk herum
Gehäuse:
2 Varianten: Starcruiser (Kegel in der Achse des Arms)
Sidewinder (Kegel quer zum Arm)
Beide Versionen in Weißgold 18 K/ Titan oder Rotgold 18 K/ Titan.
Schraubkrone
Abmessungen (exkl. Krone und Bandanstöße): 47 mm x 50 mm x 16 mm
Gehäuse-Einzelteile: 53 – Starcruiser , 57 – Sidewinder
Saphirgläser:
Kegel und beide Anzeigenrückseiten aus beidseitig entspiegeltem Saphirglas.
Band und Schließe:
Alligatorleder schwarz, handgenäht, mit eigens gefertigter Gold-/Titan-Faltschließe.
(we)
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