Volvo Ocean Race: Start frei zur Jagd durch den Indischen Ozean
am 24. November 2008 unter Vermischtes abgelegt

volvo ocean race. foto: luxist/volvo
Die zweite Etappe der härtesten Hochseeregatta über 4.450 Seemeilen von Kapstadt ins südindische Kochi hat begonnen
Neue Herausforderungen für die besten Segler der Welt: Am Samstag ist der Startschuss zur zweiten Etappe beim Volvo Ocean Race 2008/2009 gefallen. Sie führt die Rennyachten von Kapstadt über eine Distanz von 4.450 Seemeilen (8240 km) zum südindischen Kochi. Für die acht teilnehmenden Teams der härtesten und längsten Hochseeregatta der Welt sind die Bedingungen auf diesem Streckenabschnitt kaum zu kalkulieren. Bei ihrer Jagd durch den Indischen Ozean müssen sie sich sowohl auf schwere See wie auch auf lähmende Flauten gefasst machen…
„Nie zuvor habe ich bei einem Rennen so sehr auf Glück gehofft”, sagte Ken Read (USA), Skipper der „Puma”, die derzeit im Gesamtklassement auf dem zweiten Platz liegt. „Es gibt Tausende von Booten unterwegs und Tausende Netze, die nur darauf warten, sich um unseren Kiel zu wickeln”, erläuterte er kurz vor dem Start. Unterdessen demonstrierte Skipper Torben Grael von der führenden „Ericsson 4″ Gelassenheit. „Ich spüre keinen Druck. Wir wissen um unser Potenzial, und das gibt uns noch mehr Selbstvertrauen”, sagte der Brasilianer. Sein Team hatte auf der ersten Etappe klar dominiert. Zudem hatte das Team einen neuen 24-Stunden-Weltrekord für Einrumpfboote aufgestellt und dabei erstmals die legendäre 600-Seemeilen-Grenze durchbrochen.
Die zweite Etappe führt die Crews mit ihren High-Tech-Yachten über das legendäre Kap der Guten Hoffnung und vorbei an Madagaskar und Mauritius und dann weiter Richtung Norden nach Indien. Eine der größten Herausforderungen könnte der Agulhas-Strom werden, der entlang der Südostküste Südafrikas verläuft und hier für rauhe See sorgt. Auf dem Weg weiter Richtung Norden drohen dann lähmende Flauten, die das Klassement auf dieser Etappe kräftig durcheinander wirbeln können.
Welches Team die besten Siegchancen hat, ist derzeit kaum auszumachen. Zwei Tage nach dem Start führte das Puma Ocean Racing mit knappem Vorsprung auf die zweitplatzierte Telefonica Blue. Die in der Gesamtwertung führende Ericsson 4 hatte da bereits über zwei Stunden Rückstand und lag nur auf dem sechsten Rang. Die Ankunft der schnellsten Teams im indischen Kochi wird für den 3. Dezember erwartet. Dann haben die Mannschaften Zeit bis zum 13. Dezember, um sich von den Strapazen zu erholen und ihre Rennyachten wieder fit zu machen, bevor die nächste Etappe über 1.950 Seemeilen (3.600 km) nach Singapur gestartet wird.
Die dritte Auflage des Volvo Ocean Race führt die Teams in neun Monaten über insgesamt 37.000 Kilometer rund um den Globus. Zielort ist am 25. Juni 2009 das russische St. Petersburg. Zudem finden in insgesamt sieben Städten spektakuläre Hafenrennen statt. Das erste Inport-Race in Alicante konnte die Telefonica Blue für sich entscheiden. Während des Rennens sind die Crews bis zu 30 Tage auf hoher See. Die längste Etappe führt von Qingdao über 12.300 Seemeilen (ca. 23.000 km) nach Rio de Janeiro. (we)

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Stichwörter: Hochseeregatta, Segelyachten, Volvo Ocean Race














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