Mercedes-Neuheiten SL 63 AMG Edition IWC, CL 500 4MATIC und CLS 63 AMG im Test
am 03. Juli 2008 unter Automobiles abgelegt
Weiß ist das neue Schwarz
Es ist eindeutig zu sehen, bei den Lackierungen nehmen immer mehr Autofahrer Abschied von Silber und dunklen Farbtönen. Auch bei Mercedes-Benz ist die Nachfrage deutlich angestiegen – „und ganz besonders bei den sehr hochwertigen Modellen“ verrät uns Pressesprecher Christoph Horn. Testfahrer Achim Stahn hat sich für uns hier drei der Neuheiten etwas genauer angeschaut – auch in Weiß.
SL 63 AMG Edition IWC
Der völlig neue Farbton designo magno kaschmirweiß wird erstmals bei diesem auf 200 Exemplare limitierten Roadster angeboten. Er zieht durch seine außergewöhnliche Lackierung alle Blicke auf sich. Interessante Kontraste zur Außenfarbe bilden die Abrisskante, der Diffusoreinsatz in der Heckschürze sowie die seitlichen Luftauslässe in der Frontschürze in Carbon matt. Stilistisch daran angepasst präsentieren sich die matten Carbon-Zierteile in der Mittelkonsole und an den Tür-Innenverkleidungen.
Atemberaubend schön ist ebenfalls die tobagobraune Nappaleder-Polsterung auf den elektrisch einstellbaren Sportsitzen mit Multikontur- und Memoryfunktion, Sitzheizung, AMG-spezifischer Perforation, spezieller Sitzgrafik sowie AMG Plakette. Schwarze Fußmatten mit tobagobraunem Lederkeder, AMG Einstiegsleisten mit Weiß beleuchtetem Schriftzug und das Logo „IWC“ auf dem Ascherdeckel in der Mittelkonsole geben weitere dezente Hinweise auf die Sonderserie.
Auch sonst glänzt dieser SL mit exklusiven Details. Das reicht von speziellen 19-Zoll-Felgen und zweifarbigem Performance Lenkrad mit verkleinertem Durchmesser bis hin zum ABC-Performance Fahrwerk. Der 525 PS starke 6,3-Liter-V8 (630 Newtonmeter!) bringt seine Kraft über ein AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe reaktionsschnell auf die Räder. Der Spurt von null auf 100 ist in 4,6 Sekunden bewältigt, oben wird allerdings bei 300 km/h elektronisch abgeregelt.
Die Käufer eines SL 63 AMG Edition IWC erhalten zusätzlich zum Fahrzeug ein limitiertes Exemplar der IWC-Uhr „Große Ingenieur“. Dieser kostbare Zeitmesser im Edelstahl-Gehäuse mit beeindruckenden 45,5 Millimetern Durchmesser hat ein auf das Fahrzeugkonzept abgestimmtes Armband und Ziffernblatt. Der Saphir-Glasboden erlaubt einen Blick auf das detaillierte mechanische Uhrwerk mit automatischem Pellaton-Aufzug. Der Wagen ist ab Herbst bestellbar, die Auslieferung startet im November 2008.

Mercedes-Benz CL 500 4MATIC: Dieses große Coupé gibt es ab sofort auch mit Allradantrieb – Foto: djd/Interpress/Daimler
CL 500 4MATIC
Erstmals wird ab Sommer 2008 auch das große Luxus-Coupé der Sternen-Marke mit Allradantrieb angeboten. Damit erreicht der neue CL 500 4MATIC bei Nässe, Schnee, Glatteis und schlechten Bodenverhältnissen ein noch höheres Maß an Traktion und Fahrstabilität. Der Zweitürer ist mit einem 388 PS starken V8 ausgestattet, bietet zusätzlich weitere serienmäßige Innovationen. Zum Beispiel sind das Intelligent Light System und der präventive Insassenschutz PRE-SAFE an Bord. Für die Beschleunigung auf 100 benötigt dieser CL 5,4 Sekunden.
CLS 63 AMG
Der CLS rollt jetzt noch attraktiver vom Band. Dezent, aber gekonnt – so lässt sich das Ergebnis der optischen Neugestaltung gut beschreiben. Vorne fällt dem Kenner der modifizierte Kühlergrill mit nunmehr zwei statt zuvor vier Lamellen auf. Eindrucksvoll auch die Rückspiegel mit pfeilförmigen LED-Seitenblinkern. Vor allem nachts sorgt dies für reizvolle, unverkennbare Effekte.
Das Topmodell CLS 63 AMG (106.624 Euro) wird von einem 6,3-Liter-V8 mit 514 PS und 630 Newtonmeter Drehmoment angetrieben. Der Hochdrehzahl-Saugmotor präsentiert sich akustisch jetzt noch markanter: Neu konstruierte Nachschalldämpfer der Sportabgasanlage sorgen für ein faszinierendes Klangbild, das über zwei verchromte Oval-Doppelendrohre entweicht. Das viertürige Coupé packt Tempo 100 locker in 4,5 Sekunden. Pfiffig: Die Sportautomatik 7G-TRONIC verfügt nun über eine automatische Zwischengasfunktion beim Herunterschalten. Dies steigert nicht nur das emotionale Erlebnis des Fahrers deutlich, gleichzeitig führt der nahezu lastfreie Rückschaltvorgang auch zu einer Verringerung der Lastwechselreaktionen. Und das wirkt sich besonders beim Anbremsen vor Kurven positiv aus.
(tk via djd/pt)

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