Schauspieler & Autos
am 09. April 2007 unter Stars und Cars abgelegt

Schauspieler Jürgen Vogel: “Ich mag Jaguar. Die Wagen haben Stil und sind ein Fest für die Sinne jeden Tag.”
Foto: Jaguar/interPress/djd
Schauspieler & Autos – heute: Jürgen Vogel
An den Tag kann ich mich noch ganz genau erinnern. Mit meiner Mutter war ich als Sechsjähriger in Hamburg an der Alster unterwegs. Und da stand er plötzlich vor mir – ein knallroter offener Jaguar E. Der Typ am Steuer war supercool. Lederklamotten und so ein abgefahrener Hut, er blätterte in irgendeiner Zeitung herum. Mich sah er nicht, ich schaute dem Wagen lange nach.
Später haben mich Jaguars eigentlich kaum bewegt. Ich hatte einfach zu viel um die Ohren, um mich ernsthaft mit Autos zu beschäftigen. Zum hin- und herfahren waren sie für mich okay – aber mehr? Außerdem spielt bei schönen Dingen meist auch das Thema Geld eine wichtige Rolle. Nicht zu wichtig, aber wichtig. Ich jedenfalls bin erst vor einigen Jahren wieder mit den Jags zusammengekommen. Es war beim Drehen – und wieder in Hamburg – als vor meinem Hotel so ein superelegantes Etwas parkte.
Okay, es war schon spät, doch am nächsten Morgen stand der Wagen immer noch da, und er sah genauso Klasse aus. „Das neue Coupé von Jaguar“, rief mir der Portier zu, er kam näher. Und ich ging weg. Die nächsten Tage war es am Set echt stressig, nichts klappte so richtig, das Wetter war mies und alle hatten tagsüber schlechte Laune. Ich nicht, denn ich freute mich auf mein tolles Etwas vor dem Hotel. Und es ließ mich nicht im Stich. Kein Wunder, wie ich später erfuhr, gehörte es einem Architekten von gegenüber, der seinen Wagen dort abstellen konnte.
Wie es so ist, wenn einem etwas nicht aus dem Kopf geht, bin ich dann zu Hause in Berlin zum Händler. Die anschließende Fahrt begeisterte mich, nun steht er bei mir. Natürlich war ich neugierig, als bekannt wurde, dass ein größerer Bruder unterwegs ist, die R-Variante. Das Test-Angebot war verlockend, es klang nach Herzklopfen pur.
Maschengitter-Kühlergrill, Lufteinlässe in der Motorhaube, große Sportfelgen, vier Endrohre – und das R-Emblem am Heck, der Wagen ist echt scharf gestylt. Er kann und will nicht verbergen, dass hier eine echte Raubkatze lauert. Auch eine Cabrio-Variante ist im Angebot, mit 102.990 Euro kostet sie 8.000 Euro mehr als das Coupé.
Fauch Katze, fauch …
Ein kurzer Druck auf den Startknopf, der V8-Kompressor fängt an satt zu brummen. 416 PS bereiten sich auf ihre Arbeit vor. Ich fühle mich wie in der Formel-1, die 6-Stufen-Automatik hat Schaltwippen am Lenkrad. Verzögerungsfrei spricht der Brite auf jeden Gaspedaldruck an. Jederzeit steht reichlich Leistung bereit, die Kraftentfaltung ist enorm, die möglichen Fahrleistungen sind atemberaubend. Er geht los wie Schmidt’s Katze. Doch wie schnell ist das eigentlich. „5,2 Sekunden bis 100, wenn es sein muss, kommt er in der Hälfte der Zeit wieder zum Stehen“, erzählt Jaguar Chef Jeffrey L. Scott. Nun ja, das habe ich nicht ausprobiert, noch nicht. Reizen würde mich das schon einmal auf abgesperrter Strecke „Schumi“ zu spielen.
Wie im Motorsport verhält sich auch das Getriebe. Wir kennen das doch alle, wenn eine Automatik in den nächsten Gang schaltet, ist kurzfristig keine Kraft da. Nicht beim XKR, der bleibt beim Schalten voll auf dem Gas. Beim Runterschalten gibt der eingebaute Computer automatisch die Order „Zwischengas“, gleich zwei Mal knallt es dann aus den vier armdicken Rohren am Heck. Ich habe mir sagen lassen, so fahren geübte Rennfahrer. Auf jeden Fall klingt es toll.

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Nee is klar !!!
Irgendwie reichen 180 km/h doch auch …